7 Kommentare
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Avatar von Christina

Ein sehr spannender Text. Was du getan hast, klingt für mich unglaublich mutig und taff 🫣

Ich verstehe auch die Bedenken, am Ende den Mann in seiner Sichtweise zu bestätigen, aber andererseits hast du bekommen, was du wolltest, und das wird dem System vielleicht mehr schaden als eine (von vielen) Bestätigungen, die er bekommt.

Avatar von Annette Nenner

Das stimmt! Oh ja, meine Arbeit schadet dem System viel mehr – danke für diesen Punkt, so hab ich das bisher nicht gesehen.

Avatar von Michaela Richter

Ich weiß so gut was du meinst. Du findest starke Worte, um diese Prägungen zu entlarven. Gut wenn du es inzwischen als „Tool“ einsetzen kannst, und dementsprechend auch wieder ablegen. Aber ich bin ganz bei dir: wie ein Triumph kann sich das nie anfühlen.

Avatar von Annette Nenner

Danke dir. Ich mache mir auch Gedanken, ob dieses Rauskramen des harmlosen Mädels am Ende das System stützt, was ich nicht will, aber wenn es quasi verlangt wird, weiß ich nicht, wie es anders gehen soll, zumindest im Moment nicht.

Avatar von Diana von Welt

Danke für diesen tollen Text. Ich glaube jede Frau kennt dieses Gefühl und den schalen Geschmack den es hinterlässt wenn man sich selbst degradiert nur um an sein Ziel zu kommen.

Avatar von Annette Nenner

Danke, dass du mir das schreibst. Ich hab etwas gezögert, davon zu erzählen, weil ich mir nicht sicher war, ob es vielleicht doch nur mir so geht.

Avatar von Diana von Welt

Ich habe tatsächlich häufig Diskussionen mit meiner Mutter und ihren Freundinnen über genau dieses Thema weil es Generationsübergreifend anders wahrgenommen wird.

Die ältere Generation 60+ ist davon überzeugt, dass es eine Art Überlegenheit ist „die waffen einer Frau“ zu nutzen egal in welchem Kontext. Ob es die „sexy Frau“ die dem Mann Informationen entlockt oder die „harmlose Frau“ ist. Meiner Meinung nach wird man in beiden Rollen nicht wirklich ernst genommen. Man bekommt zwar seine Info. Wenn man das Spiel aber zu Ende spielt zieht man dennoch den kürzeren. Aber so sind die Sichtweisen unterschiedlich. Die Generation ist aber auch mit viel mehr „Anpassung“ aufgewachsen und viele Dinge sind so selbstverständlich dass sie nicht hinterfragt werden. Ich glaube es würde auch rückwirkend zu schmerzhaft sein sich selbst einzugestehen, dass man die ganze Zeit nicht respektiert wurde. Daher ein schwieriges aber spannendes Thema